In Österreich hat sich der Nudelkonsum seit den 1970ern fast verdoppelt.
Im Vergleich zu den Italienern essen die Österreicher ja eigentlich kaum Nudeln: Mehr als 20 Kilo sollen bei unseren südlichen Nachbarn pro Esser jedes Jahr auf den Tisch kommen, von Trenette mit Pesto über Spaghetti Carbonara bis zu Tagliatelle al Ragù –, sozusagen der Originalform der Spaghetti Bolognese, die es hierzulande wohl in jeden Haushalt geschafft haben. Und die laut einer Umfrage die beliebtesten Nudeln der Österreicher sind.
Täglich kommen diese hierzulande doch wieder nicht auf den Tisch. Laut der jüngsten Konsumerhebung der Statistik Austria (2014) verzehrt jeder Österreicher pro Jahr sechs Kilo Teigwaren – pro Monat ein halbes Kilo; Fertigprodukte oder Pasta im Restaurant sind da noch nicht mitgezählt. So oder so ist es fast doppelt so viel wie 40 Jahre zuvor. 1974 wurden in Österreich pro Kopf und Monat im Schnitt 0,3Kilo Teigwaren gegessen. Zum Vergleich: Der Kartoffelverbrauch ist im selben Zeitraum von 3,2 Kilogramm pro Monat auf 1,7 Kilogramm zurückgegangen, auch der Konsum von Brot (drei Kilo) ist ein bisschen weniger geworden.