Wenn Kraut und Grammeln im Pesto landen

Stefan Grossauer in der Küche, in der er einst begann zu experimentieren. Kraut ist eine der Pestosorten, die gut in den Winter passen – so wie Rote Rüben, Mohn oder Grammeln.
Stefan Grossauer in der Küche, in der er einst begann zu experimentieren. Kraut ist eine der Pestosorten, die gut in den Winter passen – so wie Rote Rüben, Mohn oder Grammeln.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Im Kamptal produziert Stefan Grossauer zahlreiche Sorten Pesto. Darunter auch winterliche, die vom italienischen Original weit entfernt sind – und als Instant-Krautfleckerl-Mix herhalten können.

Wer beim Stichwort Pestomachen automatisch an einen Haufen Basilikum denkt, der kann im Kamptal eine Überraschung erleben. Denn in der Küche von Stefan Grossauer befreien drei Frauen gerade etwas ganz anderes von laschen Blättern und Strunk: Krautköpfe. Fein gehobelt, mit geröstetem Speck und Zwiebeln, mit Käse, Cashewnüssen und verschiedenen Gewürzen kommen diese dann ins Glas. Und zwar nicht als eine Interpretation von Krautsalat oder Sauerkraut. Sondern als Kraut-Speck-Pesto – eine Variante der Sauce, bei der nicht nur Italiener zunächst einmal die Stirn runzeln.

Das Sortiment.
Das Sortiment.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Der überraschend milde Krautmix ist eine der winterlichen Pestovarianten, die Grossauer in Schönberg am Kamp herstellt – neben einer Reihe anderer Produkte, von Essig über Senf bis Wein. Außer Kraut gibt es da etwa noch Grammelpesto, Rote-Rübe-Kren oder ein Mohnpesto, das wider Erwarten gar nicht süß, sondern salzig ist, wie alle von Grossauers Pestos. Von denen es insgesamt ziemlich viele gibt, wenn auch nicht immer alle vorhanden sind: von klassischeren wie Paradeiser oder Steinpilz über Chili und Trüffel bis zu Kukuruz, Spargel oder Saibling.

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