Es gibt etwas, das schlimmer ist als ein Handelskrieg

Frieden oder doch Feindschaft? Die Ungewissheit macht Anlegern zu schaffen.
Frieden oder doch Feindschaft? Die Ungewissheit macht Anlegern zu schaffen.(c) APA/AFP/JIM WATSON
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Ob es zu einem Handelskrieg zwischen den USA und China kommt, ist ungewiss. Aber genau das macht die, die ihr Geld irgendwo parken wollen, inzwischen verrückt. Was tun?

New York. Donald Trump hat es geschafft, eine vermeintlich gute Nachricht innerhalb kürzester Zeit in eine schlechte zu verwandeln. Von einem Durchbruch in den Gesprächen zwischen den USA und China war nach dem Treffen des US-Präsidenten mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu Monatsbeginn die Rede. Die Investoren reagierten enthusiastisch, die US-Börsen eröffneten die vergangene Woche mit einem Kursfeuerwerk. Schließlich sollen die Streithähne für drei Monate die Importzölle nicht erhöhen, eine Eskalation zum Jahreswechsel ist vom Tisch.

Wenn es nur so einfach wäre. Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Verhandlungen wurden schnell wach, zumal die US-Erklärung anders als die chinesische klingt. Peking werde im großen Stil Agrarprodukte aus den USA einkaufen, hieß es hier, Washington keinesfalls anzweifeln, dass Taiwan ein Teil Chinas ist, hieß es da. Nur: Im jeweils anderen Statement war von diesen Punkten keine Rede. Dann griff Trump mit Twitter auch noch zu einer seiner gefürchtetsten Waffen. Er sei eigentlich ein „Tariff Man“, der weiteren Zöllen offen gegenübersteht, verlautete er. Und nach unten ging es, aber wie. Die wichtigsten Indizes brachen um bis zu vier Prozent ein.

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