Gerd Folkers, Chef des Schweizer Wissenschaftsrats, über die Schwierigkeit evidenzbasierter Politik, die Rolle von Geld und Rankings – und darüber, warum es klug ist, neben den Physiker einen Philosophen in den Hörsaal zu stellen.
Die Presse: Wenn Sie aus Schweizer Perspektive auf die österreichischen Hochschulen blicken: Gibt es da irgendetwas, worauf Sie neidisch sind?
Gerd Folkers: Was ich neulich besucht habe, war das IST. Und an der Uni Wien sind ganz, ganz große Gedanken entstanden – von der Physik über die Philosophie bis zur Literatur, darüber muss man nicht diskutieren. Da schaue ich dann schon neidisch drauf.