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Verdopplung bis 2020: Chinas Goldhunger steigt

Verdopplung 2020 Chinas Goldhunger
(c) AP (Deutsche Bundesbank)
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Chinas Bedarf an Gold wird stark zunehmen. Bereits jetzt ist China der weltweit zweitgrößte Goldkonsument nach Indien. Das Land kaufte 2009 rund 423 Tonnen Gold in Form von Schmuck und Kapitalanlagen.

Bis zum Ende des Jahrzehnts werde sich die Nachfrage etwa verdoppeln, teilte der World Gold Council am Montag in Peking mit. Die Volksrepublik sei bereits der zweitgrößte Goldkonsument nach Indien. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist laut Studie mit 0,26 Gramm im internationalen Vergleich noch sehr niedrig. Mit dem wachsenden Wohlstand wird sich das aber ändern.

Auch die Notenbank könnte stärker in Gold investieren. Erhöhe sie ihren Goldanteil an den Devisenreserven von derzeit 1,6 Prozent auf das 2002 erreichte Rekordniveau von 2,2 Prozent an, würde dies die Nachfrage um 400 Tonnen nach oben treiben.

Anteil am weltweiten Goldbedarf: Elf Prozent

Der chinesische Goldbedarf hatte sich in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 13 Prozent jährlich erhöht. Für Schmuck und Kapitalanlagen wurden 2009 rund 423 Tonnen gekauft, wovon 314 Tonnen aus heimischer Produktion stammten.

Der Anteil Chinas am weltweiten Goldbedarf hat sich seit 2002 von fünf auf elf Prozent erhöht. Der 1987 von den führenden Goldproduzenten gegründete World Gold Council erwartet, dass Chinas Goldminen innerhalb der nächsten sechs Jahre ausgeschöpft sein werden.

(Ag.)