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25-Jähriger wird nach Bluttat in Asylheim in Anstalt eingewiesen

Ein 25-Jähriger, der einen Bewohner eines Asylquartiers getötet und später einen Mithäftling schwer verletzt hat, wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

In der Verhandlung um eine Bluttat in einer Asylunterkunft in Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) hat das Gericht am Montag dem Unterbringungsantrag der Staatsanwaltschaft Folge gegeben. Der 25-Jährige wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Die acht Geschworenen in Wiener Neustadt beantworteten alle Fragen einstimmig mit "Ja". Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Die Geschworenen hatten u.a. zu beantworten, ob der 25-Jährige im Mai einen Bewohner eines Asylquartiers getötet habe und ob er in der Justizanstalt Wiener Neustadt einen Mithäftling schwer verletzt habe bzw. ob er dabei nicht zurechnungsfähig war. Der Mann habe die Anlasstaten laut Wahrspruch begangen, er sei dem Gutachten zufolge nicht zurechnungsfähig und es sei die Gefährlichkeitsprognose gegeben, sagte die vorsitzende Richterin Birgit Borns zur ausgesprochenen Einweisung.

(APA)