Klassik

Auf den Spuren der Geheimnisse der Wiener Klassiker

(c) Wiener Konzerthaus (Wiener Konzerthaus)

KritikDas Quatuor Mosaïques mit Haydn, Beethoven und Mannheimer Spezialitäten im Konzerthaus.

Das Quatuor Mosaïques konfrontierte im Mozartsaal Werke von Haydn und Beethoven mit Stücken aus der Werkstatt der Mannheimer Schule, deren Innovationen ja als Grundlage der Hochblüte der Wiener Klassik gelten. Da ließen frühe Kompositionen in Quartettbesetzung hören, worauf Haydn aufbauen konnte, als er das Streichquartett neben Sonate und Symphonie zur zentralen Form der Instrumentalmusik machte. Mannheimer Meister wie Franz X. Richter und der aus Wien gebürtige Ignaz Holzbauer experimentierten bereits vor dem Klassikstammvater mit der viersätzigen Quartett-Form, divertimentohaft noch und weitschweifig in der Rhetorik, doch voll der Vorahnungen der Melange aus galantem und empfindsamem Stil, die Haydn dann mit satztechnischem Raffinement zur geistreichen Unterhaltung von vier gleichberechtigten Musikern machte.