Kirche besorgt über „unbarmherzige“ Politik der Regierung

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Mehrere Laienorganisationen richten einen offenen Brief an die Koalition.

Wien. „Wir sind besorgt, dass eine unbarmherzige Politik Egoismus und Fremdenfeindlichkeit fördert.“ Das ist zentraler Satz eines „offenen Weihnachtsbriefs an die Bundesregierung“, der am Montag publiziert wurde.

Die Absender: mehrere katholische Laienorganisationen wie Frauenbewegung, Jungschar, Katholische Sozialakademie, Pfarrcaritas und Wiener Katholische Aktion. Herbergssuche, Geburt in einem Stall, Verkündigung der Geburt Christi an die Hirten und das Wort des Engels, „Fürchtet euch nicht“, machten deutlich, dass Solidarität mit Armen und Ausgegrenzten zentrale Botschaft des Glaubens sei.

Und weiter heißt es in dem Schreiben: „Wir haben keine Angst vor sozialen ,Durchschummlern‘. Aber wir sind besorgt, dass sich Konzerne und reiche Mitbürger durch Steuervermeidung und Steuerflucht ihrer sozialen Verantwortung entziehen. Wir haben keine Angst vor dem Migrationspakt der UNO. Aber wir sind besorgt, dass Österreich wegen nationalistischer und populistischer Überlegungen sein internationales Renommee verliert.“ (red.)