Wettbewerb für Kunstprojekt am Biozentrum Wien entschieden

Das Schauterrarium des Künstlers Mark Dion wird im Foyer des neuen Biozentrums in St. Marx errichtet.
Das Schauterrarium des Künstlers Mark Dion wird im Foyer des neuen Biozentrums in St. Marx errichtet.BIG

Eine Jury kürte das Schauterrarium des US-Künstlers Mark Dion zum Sieger. Die BIG finanziert das Projekt am neuen Biozentrum der Uni Wien.

Auf einem fast 12.000 Quadratmeter großen Grundstück in St. Marx wird seit Kurzem gebaut: Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet im Auftrag der Universität Wien bis zum Frühjahr 2021 ein Forschungs- und Lehrgebäude mit einem Investitionsvolumen von rund 146 Millionen Euro.

Die Kunst soll beim Neubau des Biologiezentrums nicht zu kurz kommen. Denn die BIG finanziert über ihr Kunstprogramm "BIG ART" ein Projekt am neuen Biologiezentrum für das vor wenigen Tagen eine Jury unter dem Vorsitz von Architekt Klaus-Jürgen Bauer die Entscheidung in einem geladenen Kunstwettbewerb bekanntgab. Als Sieger ging der US-Künstler Mark Dion hervor: Sein Werk ist ein etwa 13 Meter langes, zwischen 1,5 und drei Meter breites sowie rund zwei Meter hohes Schauterrarium (Vivarium), das im Foyer des derzeit in Bau befindlichen Biologiezentrums errichtet wird.

Das Vivarium ist eine Art Gewächshaus. Darin stellt Mark Dion den Stamm eines auf dem Baufeld des Biozentrums gefällten Baumes aus. Laut Interpretation des Künstlers werde der Baum damit vom Ökosystem Baustelle ins universitäre Forschungsfeld transferiert, um eine Verbindung zwischen Innen und Außen, zwischen Vergangenheit des städtebaulichen Umfelds und Gegenwart der wissenschaftlichen Einrichtung zu schaffen. Der Baum ist zugleich tot und lebendig – nicht mehr Natur als vielmehr Repräsentation von Natur.

 

Info Biozentrum Wien

Der Neubau entsteht auf dem derzeit unbebauten Grundstück zwischen Schlachthausgasse, Viehmarktgasse und Erne-Seder-Gasse. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Vienna Biocenter, der größte Life Sciences Cluster in Österreich, an dem die Universität Wien mit dem
Zentrum für Molekulare Biologie und den Max F. Perutz Laboratories maßgeblich beteiligt ist.