Christian Ortner

Wo Sebastian Kurz recht hatte und seine Kritiker Unfug plapperten

Wenn Europa nicht fähig ist, die Abwehr von illegalen Migranten gemeinsam zu schaffen, wundert nicht, dass die Bürger Schutz beim Nationalstaat suchen.

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Es ist gerade ein halbes Jahr her, dass der Vorstand der Organisation Sea-Eye, die damals im Mittelmeer Migranten von ihren Schlauchbooten holte und nach Italien verbrachte, Kanzler Sebastian Kurz in einem Zeitungskommentar heftig attackierte, ohne ihn beim Namen zu nennen.

„Seit Anbeginn der Bemühungen ziviler Seenotretter behaupten Politiker, dass Rettungsschiffe fliehenden Menschen Anreize gäben, sich auf den Weg nach Libyen zu machen, um den lebensgefährlichen Versuch der Überfahrt zu wagen“, schrieb ein Funktionär namens Gorden Isler da gegen den Kanzler an, der solches behauptet hatte: „Für diese unsägliche ,Pull-Faktoren-Theorie‘ gibt es nicht nur keine Beweise. Eine Studie der Universität Oxford hat gezeigt, dass in der Abwesenheit von Rettungsschiffen mehr Menschen sterben.“