„Aufgekrempelte Ärmel, nicht viel in der Hand“

Wifo-Chef Christoph Badelt beklagt Österreichs Föderalismuspraxis: „Wenn ein Politiker Geld ausgeben kann, das ein anderer einheben musste, brauchen wir uns über das Ergebnis nicht zu wundern.“
Wifo-Chef Christoph Badelt beklagt Österreichs Föderalismuspraxis: „Wenn ein Politiker Geld ausgeben kann, das ein anderer einheben musste, brauchen wir uns über das Ergebnis nicht zu wundern.“(c) Ákos Burg
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Wifo-Chef Christoph Badelt bedrückt der Populismus der Regierung, aber auch die überzogene Kritik an ihr. Der Ökonom plädiert für eine mutige Steuerreform, Betreuung von Jobsuchenden und mehr Fiskalautonomie der Länder.

Die Presse: Sie haben uns vor Ihrem Start als Wifo-Chef gesagt: Das Wichtigste ist, dem Staat auf die Finger zu schauen. Wenn Sie das heute tun: Was sehen Sie?

Christoph Badelt: Ich sehe aufgekrempelte Ärmel, aber noch nicht viele Ergebnisse in der Hand. Was mich am meisten bedrückt: Die Dimensionierung der Probleme ist nicht richtig. Das gilt sowohl für die Regierung als auch für ihre oppositionellen Kritiker.

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