Popsongs, Lichterketten und Predigten via Internet

Benjamin Brestak, 31 Jahre alt, verheiratet und Vater, in der Expedithalle. Er ist nach einem Besuch von Bibelschulen und Fernstudium in Theologie und Leadership Pastor. Bald wird er die Leitung der Gemeinde Wunderwerk übernehmen.
Benjamin Brestak, 31 Jahre alt, verheiratet und Vater, in der Expedithalle. Er ist nach einem Besuch von Bibelschulen und Fernstudium in Theologie und Leadership Pastor. Bald wird er die Leitung der Gemeinde Wunderwerk übernehmen.(c) Stanislav Kogiku
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Mit ihrem modernen Auftritt gewinnen Freikirchen Zuspruch. Das weckt Interesse der katholischen Kirche.

In Favoriten gibt es eine Kirche, als hätte man sie eigens für junge Städter gebaut. Die Halle schlicht und hell, die Krippe auf der Bühne ist aus Europaletten gebaut, umspannt ist sie mit Lichterketten, dahinter ein Schlagzeug. Beim Krippenspiel kommt statt des Hirten ein Augustin-Verkäufer, statt der drei Könige, die Geschenke bringen, liefert ein Foodora-Mann Essen, und die Botschaft von der Geburt des Jesuskindes verbreitet sich zunächst via Online-Blogger, erzählt Benjamin Brestak, der Gemeindeleiter und Pastor der Freikirche Wunderwerk.

Hauptsitz der Pfingstgemeinde ist die Expedithalle in der Ankerbrotfabrik in Favoriten. Als Wunderwerk diese 2016 gekauft hat, waren die Kreativen, die heute sonst in der Ankerbrotfabrik aktiv sind, nicht nur begeistert. Aber in ihrem Auftritt passt die Kirche gut in die neue Kultur- und Kreativszenerie in der alten Backsteinfabrik: Am Sonntag werden vor dem Gottesdienst draußen Beachflags aufgestellt, die Musik klingt nach bekömmlichem Pop, Songlisten gibt es auf Spotify.

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