Verhalten sich Gold- und Ölpreis eigentlich noch normal?

Beim Ölpreis sind sich selbst die größten Insider nicht im Klaren darüber, woher die Volatilität und der Preisverfall – seit dem Vierjahreshoch von Anfang Oktober um etwa 40 Prozent – kommen.
Beim Ölpreis sind sich selbst die größten Insider nicht im Klaren darüber, woher die Volatilität und der Preisverfall – seit dem Vierjahreshoch von Anfang Oktober um etwa 40 Prozent – kommen.(c) REUTERS (SERGEI KARPUKHIN)
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Die Preise für die zwei prominentesten Rohstoffe müssten eigentlich weit höher sein. Was hindert sie daran?

Es passt so gar nicht ins herkömmliche Bild: Da hat das Gold den Ruf des sicheren Hafens, aber obwohl die Märkte seit einiger Zeit hochgradig nervös sind, greifen die Investoren nur sehr verhalten zum Edelmetall. Zwar hat der Preis, der seit dem Jahreshoch bei 1365 Dollar je Feinunze zu Jahresbeginn bis Mitte August auf 1173 Dollar gefallen ist, nun wieder die 200-Tageslinie erreicht, was als Kaufsignal gilt. Und nachdem er zum Wochenende an der Widerstandszone von 1267 Dollar nochmals abgeprallt war, notiert er nun immerhin bei 1272 Dollar.

Um aber auf das Jahreshoch zurückzukehren, bräuchte es die Überwindung mehrerer Widerstände. Gewiss, vom mehrjährigen Tiefststand bei 1046 Dollar Ende 2015 ist der Preis weit entfernt. Dass er aber angesichts des schwierigen Gesamtmarktes nicht schneller nach oben zieht, liegt auf weite Strecken an der Stärke des Dollars.

Der Dollar-Index, der das Verhältnis der US-Währung zu einem halben Dutzend anderer großer Währungen misst, liegt immer noch bei hohen 96,699 Dollar. Das ist auf Zwölfmonatssicht nun knapp unter dem vorherigen Höchstwert von 97,693 und deutlich über dem Tief von 88,253 Ende Jänner.

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