Neue Beschränkungen an den Unis

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Die Studierenden müssen ab Herbst 2019/20 mit neuen Hürden beim Zugang zu den heimischen Universitäten rechnen.

Das Jahr 2019 bringt an den Universitäten neue Platzbeschränkungen. Ab dem im Herbst startenden Studienjahr 2019/20 dürfen die Unis österreichweit auch die Anfänger-Studienplätze in Rechtswissenschaften (auf insgesamt 4.300), Fremdsprachen (3.020) und Erziehungswissenschaften (1.460) begrenzen. Neue Schranken gibt es auch in nur lokal überlaufenen Studienrichtungen.

Dazu zählen Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Chemie und Politikwissenschaft an der Uni Wien, Umweltsystemwissenschaften an der Uni Graz sowie Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur (Boku). Grund dafür ist, dass in diesen Fächern bestimmte Schwellenwerte beim Betreuungsverhältnis sowie den Studienanfängerzahlen bzw. den Zahlen der prüfungsaktiven Studenten überschritten werden.

Außerdem dürfen die Universitäten ab dem Studienjahr 2019/20 vor dem Beginn aller Bachelor- und Diplomstudien "Eignungs-Feedbacks" durchführen. So können vor der Inskription etwa die Absolvierung von Online-Assessments oder die Abgabe von Motivationsschreiben verlangt werden. Diese dürfen zwar bewertet werden, das Abschneiden dabei hat aber keine Auswirkungen auf die Aufnahme.

Weitere Änderung in Sachen Uni-Zugang: Ab dem Herbst entfällt die Quotenregelung für die österreichweit 144 Anfänger-Studienplätze in der Zahnmedizin. Künftig sind also nicht mehr mindestens 75 Prozent der Plätze für Personen mit österreichischem Maturazeugnis reserviert. In der Humanmedizin (1.536 Plätze) bleibt die Quote dagegen aufrecht.

Ab 2019 werden die Unis außerdem nach einem neuen System finanziert - und zwar über drei Säulen: Lehre, Forschung und Infrastruktur/strategische Entwicklung. Während die Mittel für die ersten beiden Säulen durch vorgegebene Parameter berechnet werden, wird über die dritte vor allem verhandelt. Kernelement des neuen Modells ist die Finanzierung der Lehre: Die Unis erhalten den Großteil der Mittel dafür über die Zahl der an ihnen jeweils prüfungsaktiv betriebenen Studien. "Prüfungsaktiv" bedeutet dabei, dass im Studienjahr Prüfungen im Ausmaß von mindestens acht Semesterstunden oder 16 ECTS abgelegt wurden. Zum Vergleich: Die Studienpläne sind so konzipiert, dass mit 60 absolvierten ECTS pro Studienjahr das jeweilige Studium in Mindeststudienzeit abgeschlossen wird.

Von 27. bis 29. Mai stehen turnusmäßig die alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) statt. An drei Wahltagen von Montag bis Mittwoch bestimmen die Studenten dabei ihre Vertretungen auf Bundes-, Hochschul- und Studienrichtungsebene.

Im Herbst 2019 will außerdem die Central European University (CEU) ihren Studienbetrieb in Wien aufnehmen. Die CEU plant wegen des Dauerkonfliktes mit der ungarischen rechtskonservativen Regierung die Übersiedlung der Mehrzahl ihrer Studienprogramme von Budapest in die österreichische Hauptstadt. Die Standortfrage ist noch offen. Ab 2023/24 soll die Uni dann auf einem Teil des Geländes untergebracht sein, auf dem sich jetzt noch das Otto-Wagner-Spital befindet.

(APA)