Wiener Philharmoniker gründen eigene Orchesterakademie

Themenbild: Wiener Philharmoniker bei einer Generalprobe des Neujahrskonzerts
Themenbild: Wiener Philharmoniker bei einer Generalprobe des NeujahrskonzertsAPA (ANDREAS PESSENLEHNER)

Der Abschluss der zweijährigen Akademie ist aber nicht automatisch mit einer Aufnahme ins Staatsopernorchester oder die Philharmoniker verbunden.

Die Wiener Philharmoniker gründen mit 1. September 2019 eine eigene Orchesterakademie. "Wir werden zwölf junge Akademisten nach einem strengen Probenspiel aufnehmen", kündigte Philharmoniker-Geschäftsführer Michael Bladerer am Freitag am Rande der Pressekonferenz zum Neujahrskonzert 2019 an.

Ziel sei möglichst, einen Musiker pro Instrumentengruppe zu gewinnen, denen man die spezifische Klangkultur der Philharmoniker näher bringen könne. Geplant ist wöchentlicher Einzelunterricht, wobei zugleich die Möglichkeit geboten wird, in Kammermusikkonzerten und im Rahmen des Orchesterpraktikums gemeinsam mit den Philharmonikern aufzutreten. Hinzu kommen etwa Workshops mit bedeutenden Dirigenten.

Die Ausbildung soll zwei Jahre dauern. "Wir möchten unseren eigenen Nachwuchs heranziehen", betonte Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer. Dennoch ist der Abschluss der Akademie nicht automatisch mit einer Aufnahme ins Staatsopernorchester oder gar die Philharmoniker verbunden, unterstrich Bladerer.

In jedem Falle werde die Orchesterakademie eine Win-Win-Situation für alle Seiten. "Es wird auch uns anspornen", zeigte sich der Kontrabassist Bladerer überzeugt: "Mit einem jungen Musiker als Pultnachbar werde ich sicher mein Bestes geben."