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831 Millionen Euro Gewinn für die Asfinag

APA/HERBERT PFARRHOFER
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Die Staatsholding Asfinag investiert heuer 1,2 Milliarden Euro in Neubau und Erhaltung von Autobahnen und Schnellstraßen.

Der staatliche Autobahnbetreiber Asfinag hat im Jahr 2018 mit 2,23 Milliarden Euro höhere Mauterlöse von Pkw und Lkw erzielt als 2017 mit 2,08 Milliarden Euro. "Der Gewinn stieg im Vergleich zu 2017 von 709 auf 831 Millionen Euro und fließt in die Infrastruktur", so Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl. "Der bilanzielle Schuldenstand sank von 11,4 auf 11,2 Milliarden Euro." Die Republik bekommt 170 Millionen Euro Dividende.

"Heuer investiert die Asfinag insgesamt 1,2 Milliarden Euro in die Erhaltung, den Neubau und die Verbesserung der Struktur der heimischen Autobahnen und Schnellstraßen", sagte Schierhackl im Gespräch mit dem ORF-Radio Ö1 und der APA. Stabil sei der Wert von rund 8,1 Milliarden Euro, den man in den nächsten fünf Jahren investiere.

In Wien werde sich 2019 "ein großer Stau-Hotspot" ergeben, kündigte der Asfinag-Vorstand an: Ab Juni geht die Generalerneuerung der A23 Südosttangente weiter. Es kommt zu Erneuerungen der Hochstraße St. Marx und dem Knoten Kaisermühlen um zusammen rund 130 Millionen Euro.

Dass die Wirtschaft brummt, hat sich im Vorjahr auch in den gefahrenen Kilometern gezeigt. Die Lkw-Fahrleistung stieg um 6 Prozent oder rund 216 Millionen Kilometer auf 3,8 Milliarden Kilometer. Die Erde wurde damit rund 5.400 mal umrundet. Hier wirkten sich auch 25 neue Autobahnkilometer an der A5 im Großraum Wien aus, so der Manager. Die Lkw-Kilometer machen aber nur rund 15 Prozent der gesamten gefahrenen Autobahnkilometer in Österreich aus. Davon entfallen zwei Drittel auf relativ schadstoffarme Lkw der Klasse Euro 6. Die Fahrleistung der Pkw macht den großen Rest aus und stieg um rund 2,5 Prozent auf 25 Milliarden gefahrene Kilometer.

Aus Vignetten nahm die Asfinag im abgelaufenen Jahr 502 Millionen Euro ein. Dass die digitale Vignette Einnahmen aus Wechselkennzeichen-Nutzern potenziell wegfallen lässt (kein Doppelverkauf mehr), "haben wir nicht gemerkt", erklärte der Asfinag-Vorstand. Die Erlöse aus den sechs Pkw-Sondermautstrecken werden mit 193 Millionen Euro beziffert, die Einnahmen aus der Lkw-Maut für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen mit 1,47 Milliarden Euro. Aus Strafen für Mautpreller erwartet man 32 Millionen Euro. In selber Höhe liegen die sonstigen Erlöse. Strafgelder aus der StVO beliefen sich auf 82 Millionen Euro.

Zu den Vorwürfen, mit denen Schierhackl konfrontiert ist, wonach er vor Jahren eine Mitarbeiterin mit einer Bemerkung sexuell belästigt habe und ein Haus von der Stifterin jener Stiftung als Geschenk angenommen hat, die der Asfinag ihre Räumlichkeiten vermietet, wollte er sich nicht neuerlich äußern, nachdem er die Vorwürfe bereits zurückgewiesen hatte.

(APA)