ÖGB-Frauen fordern Rechtsanspruch für Papa-Monat

Heinz-Christian Strache ist am 1. Jänner Vater von Sohn Hendrik geworden.
Heinz-Christian Strache ist am 1. Jänner Vater von Sohn Hendrik geworden.APA/ROBERT JAEGER

Die ÖGB-Frauen gratulieren dem FPÖ-Chef und seiner Frau zur Geburt von Sohn Hendrik und hoffen, dass er sich für einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat einsetzen wird. Das Familienministerium verweist auf das Sozialministerium.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und seine Frau Philippa sind am 1. Jänner Eltern eines Sohnes geworden. Dass der freiheitliche Bundesparteichef im Vorfeld der Geburt des Buben angekündigt hatte, eine Art "Papa-Monat" nehmen und nur ausgewählte Termine wahrnehmen zu wollen, nahmen die ÖGB-Frauen zum Anlass, auf einen Rechtsanspruch für den Baby-Monat zu drängen.

Zugleich gratulierten die ÖGB-Frauen dem FPÖ-Chef am Mittwoch in einer Aussendung zur Geburt seines Sohnes, der den Namen Hendrik tragen wird: "Wir gratulieren dem Vizekanzler und seiner Frau Philippa zur Geburt des Sohnes. Besonders freuen wir uns, dass er sich dazu entschieden hat, den Papa-Monat zu nutzen und die ersten vier Wochen bei Frau und Kind zuhause zu bleiben", sagte Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.

Die Geburt eines Kindes sein ein großes Ereignis für die Eltern, heißt es in der Aussendung weiter: "Daher sind wir überzeugt, dass sich der Vizekanzler gleich nach seiner Rückkehr in die Tagespolitik dafür einsetzen wird, dass alle Väter einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat bekommen, um ihre Partnerin zu unterstützen und die Bindung zum Kind zu stärken."

Derzeit besteht kein Rechtsanspruch auf den Papa-Monat in der Privatwirtschaft, kritisierte ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann und forderte, dass Väter nicht vom Wohlwollen der Arbeitgeber abhängig sein sollten.

Ministerium verweist auf Familienzeit und Bonus 

Aus dem Familienministerium hieß es dazu am Mittwoch, dass mit dem neuen Kinderbetreuungsgeldkonto im März 2017 die Familienzeit und der Familienzeitbonus eingeführt wurden. Bevor nun ein Rechtsanspruch diskutiert werde, müsse man prüfen, wie dieses neue Instrument genützt werde. Daher würden derzeit das Kinderbetreuungsgeld und der Familienzeitbonus evaluiert. Sobald die Auswertung vorliegt, werde man sich ansehen, wie man die Väterbeteiligung weiter erhöhen kann, sagte eine Sprecherin von Ressortchefin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP).

Betont wurde von der Sprecherin außerdem, dass grundsätzlich zwischen arbeitsrechtlichen bzw. dienstrechtlichen Ansprüchen und den finanziellen Familienleistungen zu unterscheiden sei. Zum Thema Rechtsanspruch wurde daher auf das Sozialministerium verwiesen.

(APA/Red.)

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