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Rechtsextremisten patrouillieren im deutschen Amberg

Nach Übergriffen durch vier Asylwerber tauchen rechte Bürgerwehren in der Stadt auf. Der Bürgermeister ist "schockiert".

Nach den mutmaßlich von Asylbewerbern verübten Angriffen auf Passanten im Amberg im süddeutschen Bundesland Bayern haben sich offenbar rechte Bürgerwehren in der Stadt formiert. Es seien im Stadtgebiet patrouillierende Gruppen beobachtet worden, sagte Ambergs Bürgermeister Michael Cerny (CSU) der "Mittelbayerischen Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Die NPD Nürnberg veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite Fotos, die vier Menschen in Schutzwesten dabei zeigen, wie sie durch Amberg ziehen. Cerny äußerte sich "schockiert" über die Reaktionen auf die Gewalttat. "Ich kann die Verunsicherung, wie ich sie in manchen Reaktionen von Ambergern sehe, durchaus verstehen, aber dieser Hass und die Gewaltandrohungen, die nun aus der ganzen Republik kommen, gehen mir zu weit."

Zwölf Menschen attackiert

Am Samstagabend waren in der oberpfälzischen Stadt zwölf Menschen attackiert und verletzt worden, ein 17-Jähriger wurde wegen einer Kopfverletzung stationär ins Krankenhaus aufgenommen. Gegen vier Beschuldigte im Alter von 17 bis 19 Jahren wurde Haftbefehl erlassen; sie stammen aus Afghanistan, Syrien und dem Iran. Nach Angaben der Polizei standen die Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss, als sie die Passanten attackierten.

(APA)