Arsenal holt gegen Barcelona einen 0:2-Rückstand auf. Walcott und Fabregas per Elfer kontern einen Ibrahimovic-Doppelpack. Inter Mailand zwingt ZSKA Moskau mit 1:0 in die Knie.
London (mal). "Das ist Kunst in Reinform", lobte Arsenal-Trainer Arsene Wenger vor dem Viertelfinalduell der Champions League das Kombinationsspiel von Gegner FC Barcelona. Und er sollte recht behalten, denn die Katalanen spielten von der ersten Minute an druckvoll und offensiv. Doch Arsenal ließ sich nicht unterkriegen, holte einen 0:2-Rückstand auf und trotzte den Spaniern am Ende ein 2:2 ab.
Dass Barcelona nicht schon zur Pause mit zwei, drei oder vier Toren in Führung lag, war alleine das Verdienst von Arsenal-Tormann Manuel Almunia. Chance um Chance entschärfte die Nummer eins der Gunners. Erst scheiterte Zlatan Ibrahimovic in der zweiten Minute, dann Lionel Messi in der sechsten. Nach 15 Minuten hatte der spanische Torwart schon ein halbes Dutzend Barça-Chancen zunichte gemacht.
Arsenal wurde von den katalanischen Ballkünstlern 70 Minuten lang regelrecht vorgeführt. Die Tore fielen allesamt in der zweiten Halbzeit. Schon 22 Sekunden nach Wiederanpfiff hob Ibrahimovic den Ball aus halbrechter Position über Almunia hinweg ins Tor. Hier wirkte der Torwart beim Herauslaufen ein wenig unglücklich. In der 59. Minute setzte Ibrahimovic noch einen drauf. Nach einem perfekten Pass von Xavi brachte er den Ball kraftvoll im kurzen Eck unter.
Erst Theo Walcott brachte die Hausherren wieder ins Spiel. Nur drei Minuten vorher für Bacary Sagna eingewechselt, erzielte er nach toller Bendtner-Vorlage per Flachschuss den Anschlusstreffer (69.) zum 1:2. Das Spiel entwickelte zu einem offenen Schlagabtausch, die Hausherren machten Druck und bei den Gästen häuften sich die Fehler. Arsenal wurde so stark, dass Barcelona-Kapitän Carles Puyol gegen seinen "Amtskollegen" Cesc Fabregas die Notbremse ziehen musste. Puyol sah rot und Fabregas verwandelte den Elfmeter trocken zum Ausgleich. Dabei könnte sich Fabregas aber schwer verletzt haben (>>> Mehr dazu). Die Gunners warfen in den letzten Minuten alles nach vorne und drängten auf den Sieg, am Ende blieb es aber beim Unentschieden.
Inter feiert Heimsieg
Im zweiten Viertelduell ließen sich Inter Mailand und ZSKA Moskau mit sehenswerten Aktionen Zeit. Die erste Hälfte verstrich ohne große Höhepunkte, Jose Mourinhos Team war der Respekt vor den Gästen aus Russland zu Beginn anzusehen. Trotzdem hatte Inter im San-Siro-Stadion mehr vom Spiel und konnte durch Diego Milito knapp vor Ende der ersten Halbzeit die erste Chance verbuchen.
Erst nach gut einer Stunde kam der italienische Tabellenführer richtig in Fahrt, agierte druckvoller und drängte die Russen in ihre Hälfte zurück. Die Belohnung folgte auf den Fuße: Milito versenkte den Ball fast unbehelligt nach Vorarbeit von Wesley Sneijder im Tor von Igor Akinfeev. Obwohl Moskau in weiterer Folge ein wenig stärker wurde, hatte Inter keine Mühe, den Sieg über die Zeit zu bringen. ÖFB-Spieler Marko Arnautovic verfolgte den Sieg der Nerazzurri von der Bank aus.
Mittwoch
Arsenal London - FC Barcelona 2:2
Inter Mailand - ZSKA Moskau 1:0
Dienstag:
Bayern München - Manchester United 2:1
Olympique Lyon - Girondins Bordeaux 3:1
Rückspiele am 6./7. April (jeweils 20:45 Uhr)
("Die Presse", Printausgabe vom 1. April 2010)