E-Mobilität: "Förderung bis zur kritischen Schwelle erforderlich"

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VW eco up Vienna Autoshow 2015 Messe Wien nur redaktionell editorial only nur redaktionell ed(c) imago/Peter Widmann (imago stock&people)
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Auch die Automobilimporteure begrüßen die geplante Ankaufförderung. Sie könne wesentlich zur Marktdurchdringung von E-Autos beitragen.

Auf durchwegs positive Reaktionen stößt die vom Verkehrs- und Umweltministerium geplante Förderung des Kaufs von Elektrofahrzeugen in den Jahren 2019 und 2020 mit insgesamt 65,5 Mio. Euro. "Es ist sehr wertvoll, dass die Förderung von Fahrzeugen als auch von Hardware fortgeführt wird", sagte Birgit Wildburger, Sprecherin von Smatrics, einer österreichweiten Betreiberin von E-Ladestationen.

Die Ankaufförderung könne wesentlich zur Marktdurchdringung von E-Autos beitragen, sind die Automobilimporteure überzeugt. Anders als in anderen Ländern werde die Förderung in Österreich auch sehr gut angenommen, so der Sprecher der Importeure, Günther Kerle, in einer Aussendung. Insgesamt seien seit dem Start der Förderung 2016 über 14.000 Anträge eingegangen.

1,9 Prozent der Gesamtzulassungen

Die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen bewegen sich laut Kerle aber noch auf einem niedrigen Niveau - mit steigender Tendenz. Von Jänner bis November 2018 sind demnach knapp 6.200 reine E-Autos in Österreich neu zugelassen worden. Das entspricht nur 1,9 Prozent der Gesamtzulassungen. Wie viele davon über die geförderte Obergrenze beim Anschaffungspreis von 50.000 Euro fielen, lässt sich aus den Statistikdaten nicht ablesen. Der Anteil der Elektroautos am Gesamtbestand beträgt 0,4 Prozent.

Die Automobilimporteure gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren eine Vielzahl an neuen E-Modellen auf den Markt kommen wird, die aufgrund ihrer erhöhten Reichweiten durchaus auch alltagstauglich sein werden.

Laut Wildburger ist noch eine gewisse Förderung der E-Mobilität erforderlich, damit eine kritische Schwelle überschritten werden kann. Sehr wertvoll sei in diesem Zusammenhang, dass auch die Ladeinfrastruktur einbezogen wird: "Denn die erste Frage nach dem Ankauf eines E-Autos ist die Frage, wo kann ich laden", so die Smartics-Sprecherin im APA-Gespräch. Das Unternehmen ist eine Kooperation von OMV, Siemens und Verbund sowie Betreiberin des ersten österreichweit flächendeckenden High-Speed-Ladenetzes.

Auch E-Lastenrad

Die Radlobby Österreich zeigt sich besonders darüber erfreut, dass es nun auch bundesweit eine Förderung von E-Lasträdern für Private in Höhe von 400 Euro geben soll. "In Wien ist diese Förderung 2018 sehr gut angenommen worden. Innerhalb von wenigen Monaten waren die Fördergelder vergriffen", berichtete Roland Romano, Sprecher des gemeinnützigen überparteilichen Vereins, im APA-Gespräch.

Mit der geplanten Höhe der Förderung zeigt sich Romano grundsätzlich zufrieden. E-Lastenräder gebe es ab 2.500 Euro bis etwa 5.000 Euro. Ein herkömmliches Lastenrad koste zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Auch der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Wien und Geschäftsführer der Mobilitätsagentur Wien, Martin Blum sieht es positiv, dass jetzt auch private E-Lastfahrräder gefördert würden.  Bisher sei das nur für Unternehmen und Vereine der Fall gewesen. Auch er hält eine Ausweitung auf normale Lastfahrräder für wünschenswert. Dies sei auch in Wien so gewesen. Bei der Höhe der Förderung gebe es zwar Luft nach oben, aber es zähle auch das Signal zur Unterstützung.

Zwar begrüßt auch der Autofahrerklub ÖAMTC in einer Aussendung das geplante Förderpaket und sieht darin ein wichtiges Signal zur Erreichung der CO2-Ziele im Verkehr, gleichzeitig ortet der Mobilitätsclub aber auch staatlichen Handlungsbedarf bei alternativen Kraftstoffen: "Wenn wir den Anteil der Beimengung von biogenen oder synthetischen Kraftstoffen zum herkömmlichen Diesel oder Benzin steigern, sparen wir damit massiv CO2 aus fossilen Quellen für die gesamte Fahrzeugflotte ein. Das heißt: Auch Altfahrzeuge stoßen weniger Klimagase aus", so der ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger in einer Aussendung.

(APA)

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