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Österreicher als möglicher UBS-Chef

Die Schweizer Großbank hat die Suche nach einem neuen Chef begonnen.
Die Schweizer Großbank hat die Suche nach einem neuen Chef begonnen.REUTERS
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Die Schweizer Großbank hat die Suche nach einem neuen Chef begonnen.

Zürich/Wien. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Suche nach möglichen Nachfolgern für Konzernchef Sergio Ermotti und Verwaltungsratschef Axel Weber gestartet. Im Gespräch für einen Job an der Spitze des Geldinstituts soll laut Medien der Auslandsösterreicher Christian Meissner sein. Meissner war zuletzt Investmentbank-Chef der Bank of America.

„Der CEO und ich sind nun in unserem achten Jahr bei der Bank – das ist ein Zeitpunkt, an dem man beginnen muss, darüber nachzudenken, wie man die Bank seinen Nachfolgern übergibt“, sagte Weber in einem in der Nacht auf Montag veröffentlichten Bloomberg-Interview: „Und ich spreche hier absichtlich im Plural. Wir sind in einem sehr frühen Stadium dieser Diskussionen.“ Die Bank ist laut Weber dabei aber nicht in Eile und strebe einen geordneten Übergang an. „Ich will keine Spekulationen schüren, dass etwas kurzfristig bevorsteht – das ist nicht der Fall.“

 

„Möglichst viele Talente“

Zuvor hatte Bloomberg berichtet, UBS sei in Gesprächen mit dem ehemaligen Investmentbank-Chef der Bank of America, Christian Meissner. Er solle eine Führungsrolle bei UBS übernehmen und damit zu einem der möglichen Nachfolgekandidaten für Ermotti werden. Ein UBS-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Auch Weber lehnte einen Kommentar ab. „Teil dessen, was wir machen, ist es, so viele Talente wie möglich in die Bank zu bekommen. Natürlich sprechen wir mit Leuten“, sagte Weber.

Zuletzt hatten mehrere potenzielle Nachfolger von Ermotti die Bank verlassen – darunter Ex-Investmentbank-Chef Andrea Orcel oder der frühere Leiter der internationalen Vermögensverwaltung Jürg Zeltner.

Der Auslandsösterreicher Meissner war vor seiner Tätigkeit bei der Bank of America Europa-Chef der Investmentbank Lehman gewesen. Zuletzt war Meissner auch für den Chefposten bei der Deutschen Bank ins Spiel gebracht worden. Seinen Abgang bei der Bank of America hat er erst im September bekannt gegeben.

 

Ex-Banker vor Gericht

Indes hat gestern in der Schweiz der Prozess gegen einen früheren UBS-Angestellten begonnen. 2012 soll er Kundendaten an das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen verkauft haben. Aufgrund dieser Daten führten die deutschen Behörden bei mindestens 233 UBS-Kunden in Deutschland Hausdurchsuchungen oder Ermittlungen durch. (APA/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2019)

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