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Chrisam-Messe: Papst verlangt "Nein zur Gewalt"

Papst begann oesterliche Feiern
Papst Benedikt XVI. bei der Chrisam-Messe(c) AP (PIER PAOLO CITO)
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Mit der Segnung der Öle für die Sakramente hat Benedikt XVI. die diesjährigen Feiern zum Osterfest im Vatikan eingeläutet. Am Abend wäscht er zwölf Gläubigen die Füße.

Mit einer Messe im Petersdom in Rom haben die wichtigsten kirchlichen Feiern zur Karwoche begonnen. Am Donnerstagvormittag feierte Papst Benedikt XVI. die Chrisam-Messe, bei der die Öle für Taufe, Firmung, Krankensalbung und die Aufnahme als Taufkandidat (Katechumenenöl) für die ganze Diözese Rom gesegnet wurden. Die Messe war den Priestern der ganzen Welt gewidmet.

In seiner Predigt sprach sich Papst Benedikt erneut klar gegen Gewalt im Namen der Religion aus: "Christus siegt nicht durch das Schwert, sondern durch das Kreuz. Er siegt, indem er den Hass überwindet. Er siegt durch die Kraft seiner größeren Liebe. Das Kreuz Christi drückt das Nein zur Gewalt aus", hieß es laut der Internetseite kath.net in dem von Radio Vatikan veröffentlichten Predigttext. Er stellte auch klar, dass der Kampf der Christen "nicht im Gebrauch der Gewalt bestand und besteht, sondern darin, dass sie für das Gute, für Gott zu leiden bereit waren und sind". Er forderte die Christen auf, auch heute "Unrecht, das zu Recht erhoben wird, nicht anzunehmen", und verwies dabei vor allem auf "die Tötung unschuldiger ungeborener Kinder".

Papst wäscht Gläubigen die Füße

Am Abend war im Vatikan die Gründonnerstagsmesse mit der traditionellen Zeremonie der Fußwaschung geplant, in Erinnerung an die Fußwaschung der zwölf Apostel durch Jesus Christus beim Letzten Abendmahl. Am (morgigen) Karfreitag finden am Kolosseum in Rom die Karfreitagsprozession zur Erinnerung an das Leiden und den Kreuzestod Christi statt. Die Meditationen zur Prozession wurden in diesem Jahr vom italienischen Kardinal Camillo Ruini verfasst.

(Ag.)