Wirtschaftsrecht

Heizkostenabrechnung: Kein gleiches Recht für alle Mieter

Heizkosten gehen ins Geld – und sind bei zentraler Wärmeversorgung oft ein Streitthema.
Heizkosten gehen ins Geld – und sind bei zentraler Wärmeversorgung oft ein Streitthema.(c) Marin Goleminov

Wer nicht in einem Zinshaus wohnt, sondern in einer vermieteten Eigentumswohnung, kann bei der Nachforderung Heiz- und Warmwasserkosten im Nachteil sein. Das bestätigt eine OGH-Entscheidung.

Wien. Wie lang haben Wohnungsvermieter Zeit, von Mietern Kosten für Strom und Gas nachzufordern? Nur ein Jahr – oder drei Jahre? Ein Rechtsstreit darüber schaffte es bis zum Obersten Gerichtshof (OGH). Es ging um Mehrkosten über den vereinbarten Pauschalbetrag hinaus, die aufgrund des tatsächlichen Energieverbrauchs anfielen. Die Frage war, ob hier die allgemeine, dreijährige Verjährungsfrist laut ABGB zum Tragen kommt – oder aber die einjährige Frist, die im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) für Betriebskosten gilt, bzw. die ebenfalls einjährige Frist für die Nachforderung von Heiz- und Warmwasserkosten laut Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG).