Waldhäusl kritisiert Caritas

Niederösterreichs Landesrat fordert ein Sicherheitskonzept für Drasenhofen. Laut Hilfsorganisation hat man das längst vorgelegt.

St. Pölten. Noch immer ist die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge nicht restlos geklärt, die aus dem heftig umstrittenen Asylquartier für auffällige und unbegleitete Minderjährige in Drasenhofen ausgezogen – und nun in der von der Caritas betriebenen Unterkunft St. Gabriel in Maria Enzersdorf untergebracht sind. Zumindest gibt es darüber noch heftigen politischen Streit. Der niederösterreichische Asyllandesrat, Gottfried Waldhäusl (FPÖ), wirft der Caritas vor, noch kein Sicherheitskonzept für die Unterbringung vorgelegt zu haben. Daher gebe es auch noch keinen rechtsgültigen Vertrag zwischen Land und Quartierbetreiber. Waldhäusl fordert, dass die Jugendlichen bei Verlassen des Hauses von einem Mitarbeiter begleitet werden. Sollte dies nicht geschehen, „muss ich mir über die Zukunft des Quartiers dann generell Gedanken machen“.

Die Caritas widerspricht: Man habe bereits Mitte Dezember ein Sicherheitskonzept vorgelegt. Allerdings ohne der Forderung nach einer ständigen Begleitung nachzugeben. Das sei laut Jurist Manfred Nowak unzulässig und verletze das Menschenrecht auf Privatheit, möglicherweise auch auf persönliche Freiheit. Für die Caritas sei „in dieser Causa bedauerlicherweise keine Linie des Landesrates mehr nachvollziehbar“.