Amerika liegt im Football-Fieber: Der Wurf in den 53. Super Bowl

Star-Quarterback Tom Brady
Star-Quarterback Tom BradyUSA TODAY Sports

Den ersten Playoff-Gegner verfolgte Tom Brady entspannt mit hochgelegten Füßen neben Gisele Bündchen daheim auf dem Sofa.

Foxborough. Zum neunten Mal in Serie durfte der Star-Quarterback den Auftakt der K.-o.-Phase in der NFL vor dem Fernseher genießen – heute aber will er gegen die LA Chargers (19.50 Uhr, live, Puls4) zu seinem sechsten Super-Bowl-Triumph durchstarten.

Es ist ein Duell der Quarterbacks, also der Spielmacher. In den bisherigen Vergleichen mit dem vier Jahre jüngeren Philip Rivers lag die Freude stets aufseiten Bradys, der alle sieben Aufeinandertreffen gewinnen konnte. Sie sind zusammen mehr als 78 Jahre oder 28.688 Tage alt – ein Duell älterer Passgeber gab es in den Football-Playoffs zuvor noch nie.

Beide bestechen mit Souveränität, vertrauen ihrem Wurf und laufen selbst selten. Während Brady achtmal das Finale erreichte, wartet Rivers als einziger seiner Zunft und Generation noch auf den ersehnten Sprung in den Super Bowl.

Trotz des fortgeschritteneren Alters soll für Brady nach dieser Saison noch immer nicht Schluss sein. „Wenn du einmal aufhörst, bist du erledigt. Ich denke immer noch, dass ich Dinge erreichen kann“, sagte der 41 Jahre alte Profisportler und fünfmalige NFL-Champion. Aber es mehren sich die Zweifel: „Er hatte keine Brady-ähnliche Saison“, analysierte selbst der „Boston Herald“. „Er ist 41, und jede Woche spricht jemand anders über sein Abdanken oder den Absturz des Teams. Er hat vernommen, dass sein Team nicht mehr so gut ist wie frühere Patriots-Teams.“

Den viermaligen Super-Bowl-MVP lässt die Kritik kalt, er wurde unlängst sogar zum 14. Mal in den Pro Bowl berufen. Und er wirft weiter: „Ich wache jeden Morgen auf und bin erfüllt von dem, was ich tue. Es gibt kein größeres Geschenk in meinem Leben.“ (red.)