Die griechische Regierung findet für ihre Sparpläne keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Auch die von der EU in Abstimmung mit dem IWF geplanten Finanzhilfen sieht nur eine Minderheit von 36,6 Prozent positiv.
Drei Viertel bezeichnen die Kürzungen als "sozial ungerecht", hieß es in einer am Freitag von der Wochenzeitschrift "Realnews" veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts MRB. Die Sparvorhaben würden vor allem Rentner und Angestellte treffen, kritisierten demnach die Befragten. Auch die von der EU in Abstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geplanten Finanzhilfen sieht nur eine Minderheit von 36,6 Prozent positiv.
Die Regierung hat drakonische Sparmaßnahmen aufgelegt, nachdem Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft hatten, was wiederum die Kosten für neue Darlehen und Anleihen in die Höhe schnellen ließ. Die Gehälter der Staatsbediensteten werden eingefroren, Steuern erhöht und Sozialausgaben gekürzt.
(Ag.)