Strumpfhersteller Wolford droht nun doch wieder Jahresverlust

Bloomberg

Das schwache Weihnachtsgeschäft macht Wolford einen Strich durch die Rechnung: Operative Gewinne im Gesamtjahr gehen sich doch nicht aus.

Die Rückkehr in die Gewinnzone ist schwieriger als gedacht: Nach drei Verlustjahren in Folge war der Vorarlberger Strumpfhersteller Wolford noch Mitte Dezember zuversichtlich, das Gesamtjahr 2018/19 (per Ende April) zumindest mit einem positiven Betriebsergebnis abschließen zu können. Man hatte mit einem starken Weihnachsgeschäft gehofft. Das ist ausgeblieben. Nach Vorlage der Ergebnisse aus dem Weihnachtsgeschäft und der anhaltenden Marktschwäche im Januar geht der Vorstand trotz der positiven Kosteneffekte aus der bisherigen Restrukturierung nicht davon aus, im laufenden Geschäftsjahr  ein positives operatives Ergebnis erreichen zu können, hiess es am Dienstag in einer Gewinnwarnung.

Das 1350 Mitarbeiter zählende und vor einem Jahr im chinesischen Fonsun-Konzern aufgegangene Unternehmen hatte bereits im ersten Halbjahr bei einem Umsatzrückgang von elf Prozent auf 62,4 Millionen Euro operative Verluste von 5,9 Millionen Euro eingefahren und unterm Strich 7,3 Millionen Euro verloren. Die Verluste in den drei Jahren zuvor summieren sich auf 32 Millionen Euro. Wolford ist an der Börse 70 Millionen Euro wert, so wenig wie zuletzt vor neun Jahren. Die Gewinnwarnung sorgte für einen Kurssturz um knapp neun Prozent.

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