Klassik

Konzerthaus: Engelhaftes „Ave Maria“

(c) Wiener Konzerthaus

KritikDie russische Sopranistin Julia Lezhneva betörte mit Innigkeit und Reinheit der Tonfärbung.

„Engelsgleich“ nannte die „New York Times“ den Gesang der Julia Lezhneva einmal. So übertrieben dieses Attribut klingen mag, es hat sich bei ihrem Liederabend geradezu aufgedrängt. Wie sie mit glasklarer Stimme Schuberts „Ave Maria“ singt, ist an Innigkeit, vor allem an betörender Reinheit der Tonfärbung kaum zu überbieten. In ihrem gesamten Programm – von Haydn über Bellini bis zu Rachmaninow – steht eindringliche Empfindung über allem.