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Was die Post mit unzustellbaren Packerln macht

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15.000 Pakete konnten im Vorjahr nicht zugestellt werden.Erwin Wodicka - BilderBox.com
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Bis vor kurzem hat die Post unzustellbare Pakete versteigert. Doch dem Unternehmen ist der Aufwand mittlerweile zu hoch. Davon profitieren nun die Mitarbeiter.

In der Vergangenheit hat die Post die Inhalte von Packerl, die nicht zugestellt werden konnten, versteigern lassen. Damit ist es jetzt endgültig vorbei, die letzte Versteigerung gab es im Jahr 2017. Der Grund: "Der Aufwand war für das Auktionshaus zu hoch", erklärte Post-Sprecherin Kathrin Schrammel gegenüber dem "ORF Wien".

Was passiert nun mit Packerl und Briefen, die nicht zugestellt werden können?

  • Wenn die Post keinen Empfänger ausfindig machen kann, darf sie Briefe und Pakete öffnen, um an mehr Informationen zu kommen. So kann es manchmal - etwa durch Informationen auf dem Lieferschein - doch noch zugestellt werden. 
  • Hilft das nicht weiter, werden die Packerl bzw. der Inhalt im Paketzentrum im 23. Bezirk gelagert. Im Vorjahr landeten 15.000 Pakete dort. Die Empfänger haben dann nochmal die Chance, ihre Sendung entgegenzunehmen - vorausgesetzt, sie können den Inhalt genau beschreiben.
  • Meldet sich niemand, geht der Inhalt nach drei Monaten ins Eigentum der Post über.

Was macht die Post nun mit den Produkten, die übrigbleiben, seitdem sie sie nicht mehr versteigert? Sie verkauft sie an die Mitarbeiter. Im Herbst startete ein interner Onlineshop, worauf derzeit rund 600 Waren zu finden sind: vom Smartphone bis zum Sportgerät. Der Preis liegt in etwa ein Drittel unter dem günstigsten Neupreis, der Erlös geht ans Unternehmen. Vorerst handelt es sich nur um einen Testlauf, bis Mitte 2019 wird das Ergebnis evaluiert.

>>> Bericht auf "ORF.at"

(Red.)