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Eine Hofburg ohne Hof: Als der Kaiser weg war

Hofburg – keine musealisierte Insel: Feier zum Nationalfeiertag am 12. November, vermutlich 1920.
Hofburg – keine musealisierte Insel: Feier zum Nationalfeiertag am 12. November, vermutlich 1920.akg-images / picturedesk.com
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Was tun mit einer Hofburg ohne Hof? Einen Heurigen auf dem Dach, ein Kino im Erdgeschoß einrichten? Planlosigkeit bestimmte die Verwendung der Burg nach dem Ende der Donaumonarchie. Was Margarete Schütte-Lihotzky und verschiedene Glücksritter miteinander verbindet.

Als am 12. November 1918 vor dem Parlament in Wien die Republik Deutschösterreich ausgerufen wurde, schrieb die „Neue Freie Presse“: „Jetzt sind die Kronen von Österreich, von Böhmen, von Ungarn und von Kroatien nur Reliquien für die geschichtliche Ehrfurcht und haben aufgehört, Versinnlichungen kaiserlicher Rechte und Gewalten zu sein. “

Nach 700 Jahren endete damit auch die Funktion der Hofburg als Residenz. Was in den folgenden ersten Jahren der Republik mit der funktionslos gewordenen Hofburg geschah, kann symbolisch stehen für die Herausforderungen, denen sich der neue Kleinstaat gegenübersah – und für die Art, wie er mit ihnen umging.