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Sinkovicz

Im Nebenzimmer verlor sich der Geist des Theaterhandwerks

Die Krankheit, die früher oder später zum Tod der Opernkunstform führen muss, heißt gar nicht „Regie“, sie heißt „Bühnenbild“.

Das Opernleben krankt keineswegs am Mangel an Sängern oder Dirigenten. Mag man den Verlust von unverwechselbaren, prägnanten Persönlichkeiten beklagen, eine tatsächlich zu konstatierende, dem Präzisionswahn geschuldete, allseitige Gleichmacherei, vulgo: Internationalisierung, stilistisch, im Verlust spezifischer „Umgangstöne“ vielleicht. Aber die Qualität – nicht zuletzt die technische –, die heutzutage geboten wird, ist doch gediegen.

Besucht man (siehe die Rezension zwei Seiten weiter in diesem Blatt) eine Premiere im Linzer Musiktheater, stellt man fest, dass eine der schwierigsten Opern des frühen 20. Jahrhunderts auch dort gut aufgehoben sein kann.


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