In Ramsau am Dachstein herrscht gut eine Woche nach dem Lawinenabgang Normalbetrieb. An Schutz wird gearbeitet.
Ramsau am Dachstein. Unter dem Lawinenhang stehen Eltern mit ihren Kleinkindern: Dort, wo vergangenen Dienstag mitten in der Nacht gewaltige Schneemassen bis in den Speisesaal des Hotels Kirchenwirt gerollt sind, ist Schlittenfahren angesagt – und ganz nebenbei scheint sich jeder ein Bild von der Stelle machen zu wollen, die die steirische Gemeinde bis in die internationalen Medien brachte.
Wenige Tage nachdem eine Lawine überraschend beim Ortszentrum gelandet ist, herrscht am Fuße des Dachsteins mehr oder weniger business as usual. Ein Touristenpaar stapft um das Hotel herum und schaut sich die zugenagelten Fenster des Speisesaals an, den die Lawine bis einen Meter unter die Decke mit Schnee füllte. Manche der zahlreichen Langläufer halten auf der Loipe unter dem Lawinenkegel an und fachsimpeln darüber, wo sich der Schnee vom Berg löste; bei genauem Hinschauen ist die Bruchstelle zu erkennen.