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Öbib soll jetzt zur Öbag werden

Neue Staatsholding konstituiert sich.

Wien. Der Österreichischen Beteiligungs AG (Öbag), die sich als Nachfolgerin für die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH ums Beteiligungsmanagement des Bundes kümmern soll, stehen wichtige Weichenstellungen bevor. In den nächsten Tagen soll eine Generalversammlung einberufen werden. Als neuer Chef wurde wiederholt Thomas Schmid genannt, derzeit Generalsekretär im ÖVP-Finanzministerium.

Bei der Versammlung soll es eine Beschlussfassung über die Umwandlung der Gesellschaft und einen Aufsichtsrat für die Öbag geben. Der Aufsichtsrat wird neunköpfig – mit sechs Kapital- und drei Arbeitnehmervertretern, die von den umsatzstärksten Beteiligungsfirmen OMV, Telekom und Post kommen sollen.

 

Neue Posten

Von den sechs Kapitalvertretern soll vier Vertreter die ÖVP nominieren, zwei die FPÖ. Als blaue Wunschkandidaten werden der Linzer Wärmepumpen-Unternehmer Karl Ochsner ebenso genannt wie Ex-Strabag-Vorstand Christian Ebner.

Als Fixstarter auf ÖVP-Seite wird immer wieder Günther Helm genannt, er war bis vor Kurzem Chef des Diskonters Hofer. Den Aufsichtsratsvorsitz soll laut den „Oberösterreichischen Nachrichten“ eine Frau übernehmen – die Beraterin Christine Catasta wird ebenso genannt wie Iris Ortner aus der Innsbrucker Haustechnik-Gruppe Ortner.

Nach Konstituierung des Aufsichtsrats soll der Vorstand ausgeschrieben und Mitte Februar bestellt werden. Anfang März werde dann noch das gewichtige Beteiligungskomitee eingerichtet, das regelmäßig tagen soll. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2019)