Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Deutsche Bank: Integration von Lesben und Schwulen in Firmen wichtig

Die Deutsche Bank gründete mit Unterstützung der Vereinten Nationen und des WEF eine Initiative, um Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechteridentität zu bekämpfen.

Die Integration von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen wird zunehmend zu einem Faktor bei der Personalsuche von Unternehmen. Das Thema komme immer öfter auch bei Bewerbungsgesprächen auf den Tisch, sagte Deutsche-Bank-Vizechef Karl von Rohr am Dienstag auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

Gemeinsam mit sechs anderen Unternehmen gründete das Geldinstitut eine Initiative mit Unterstützung der Vereinten Nationen und des WEF, um Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechteridentität zu bekämpfen. Partner sind unter anderen die US-Softwarekonzerne Microsoft und Salesforce sowie das Beratungsunternehmen Accenture.

In einer von der Bank in Auftrag gegebenen Umfrage unter Tausenden Teilnehmern hätten 72 Prozent der Befragten angegeben, eher einen Job bei einem Unternehmen anzutreten, das sich aktiv für die Belange der LGBTI-Gemeinschaft (Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle) einsetze. 82 Prozent der Befragten würden eher ein Produkt von einem solchen Unternehmen kaufen als von einem, das solche Ziele nicht verfolgt.

Bis 2020 will die Initiative 50 bis 100 Mitglieder des WEF für die Partnerschaft gewinnen. Zusammen wollen die Unternehmen einen Rahmen schaffen, in dem Ansätze zur Bekämpfung von Diskriminierung ausgetauscht werden könnten. Allerdings kratzten die Firmen bei dem Ziel, für jeden die gleichen Bedingungen am Arbeitsplatz zu schaffen, insgesamt auch erst an der Oberfläche, sagte Accenture-Manager Sander van't Noordende. In manchen Gegenden der Welt wie etwa in Afrika sei es mitunter schwierig, mit Firmen über solche Themen zu diskutieren, sagte die UNO-Menschenrechtsbeauftragte Michelle Bachelet.

(APA/dpa)