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„Wer Skifahren lernt, muss auf die Piste“

Learning by doing beim WU Entrepreneurship & Innovation Touchdown.

In 45 Sekunden kann man ein Müsli zubereiten, die Zähne putzen oder die Krawatte binden. Oder man präsentiert Lösungsideen, von denen man überzeugt ist.

So geschehen am E&I Touchdown der Wirtschaftsuniversität Wien. Entrepreneurship-&-Innovation-Studierende arbeiten ein Semester lang mit Unternehmen zusammen, um Lösungen für deren Probleme zu finden. Ganz nach dem Motto „Learning by doing“.

„Was man nur in der Theorie weiß, weiß man oft gar nicht. Mit dieser Zusammenarbeit vermeiden wir den Praxisschock und bringen praktische Anwendung ins Studium“, sagt Institutsleiter Nikolaus Franke.

Oft profitieren die Studierenden auch nach dem Projekt von den neuen Verbindungen zu den Unternehmen. Sie steigen in Praktika ein oder ergattern eine Fixanstellung. Und: „Wer Skifahren lernt, muss auf die Piste.“

Auch für die Unternehmen hat die Zusammenarbeit Vorteile. Viele Prozesse sind ihnen selbstverständlich geworden. Studierende aber fragen nach dem Warum, steigen ohne Scheuklappen in den Schaffensprozess ein und liefern nützliche Infos. Noch eine essenzielle Aufgabe übernehmen sie: die Forschung. Diese geht im Tagesgeschäft oft unter. Auch die Umsetzungsquote von studentischen Lösungsstrategien ist laut Franke hoch.

Gewinner des Touchdowns

Den Touchdown in diesem Semester entschieden Alexander Banyai, Constantin Gamperl, Stefan Holzer, Niklas Jarisch, Lucas Kummer und Selina Vogel für sich. Die Gruppe beschäftigte sich mit dem Start-up-Investoren-Netzwerk PrimeCrowd. Dieses will sein Modell nach Deutschland exportieren. Fragt sich: Wie tickt der deutsche Markt? Wer sind die Wettbewerber, und mit wem kann man kooperieren? Zu diesen Fragen präsentierten die Studierenden ihre Lösungen.

Die Gruppe zeigte sich begeistert und schwärmte „vom praxisnahen Prozess, den Treffen mit den Projektpartnern und dem Einblick ins Unternehmen“.


[P4ZUS]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2019)