Nach einem über weite Strecken schwachen Verlauf konnte der Markt im Späthandel deutlich aufholen und sich damit vom schwächelnden europäischen Umfeld abkoppeln.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch mit einem deutlichen Plus beendet. Der ATX stieg um 26,34 Punkte oder 0,97 Prozent auf 2.734,73 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 23 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.712 Punkten.
Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ:
- Dow Jones/New York -0,30 Prozent
- DAX/Frankfurt -0,47 Prozent
- FTSE/London -0,31 Prozent
- CAC-40/Paris -0,66 Prozent.
Nach einem über weite Strecken schwachen Verlauf konnte der Markt im Späthandel deutlich aufholen und sich damit vom schwächelnden europäischen Umfeld abkoppeln. Getragen wurde das Plus im ATX vor allem von den Gewinnen der Schwergewichte Erste Group und OMV.
Erste Group stiegen um 2,02 Prozent auf 32,90 Euro. OMV legten 2,21 Prozent auf 30,10 Euro zu. Die Aktie könnte Händlern zufolge vom zuletzt auf neue Jahreshochs gestiegenen Ölpreis profitiert haben. So fanden sich auch die Aktien des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (plus 2,98 Prozent auf 42,50 Euro) unter den größeren Gewinnern.
Größere Aufschläge gab es auch für einige Immobilienwerte wie Immoeast (plus 2,59 Prozent auf 4,36 Euro) oder ECO Business (plus 2,15 Prozent auf 4,75 Euro). Semperit stiegen um 2,25 Prozent auf 29,99 Euro. Das Unternehmen hatte am Vortag eine höhere Dividende von 1,15 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.
Wienerberger gewannen nach neuen Analystenempfehlungen 1,53 Prozent auf 15,22 Euro. Die Erste Group hat ihre Einschätzung der Aktie von "accumulate" auf "hold" zurück genommen. Goldman Sachs hat hingegen das Kursziel für das Papier leicht von 22,00 auf 22,20 Euro erhöht und die Empfehlung "buy" bestätigt.
Unterschiedlich entwickelten sich die beiden im prime market notierten Versicherer. UNIQA waren mit einem Plus von 4,32 Prozent auf 11,34 Euro der Tagesgewinner im prime market. Vienna Insurance ermäßigten sich hingegen um 0,66 Prozent auf 39,24 Euro. Die Analysten der RCB haben ihre Coverage der Aktie mit der Einstufung "neutral" und einem Kursziel von 44 Euro wieder aufgenommen.
Größere Abgaben gab es auch in Verbund. Die Aktie fiel um 0,71 Prozent auf 29,44 Euro. Das Marktumfeld bleibt 2010 für den Verbund "weiter schwierig", daher stehen "Konzentration, Sparsamkeit und Effizienzsteigerung ganz oben auf der Tagesordnung", sagte Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber in der Hauptversammlung am Mittwoch. Unter den weiteren Verlierern fanden sich bei allerdings schwächerem Volumen Agrana mit einem Minus von 1,42 Prozent auf 71,47 Euro.
(Forts.) mik ~
ISIN AT0000999982 ~
(APA)