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Wenn der Fortschritt aufs Land zieht

Der Wirtschaftsgeograf Jakob Eder untersucht die regionalen Stellschrauben für die Förderung innovativer Unternehmen.
Der Wirtschaftsgeograf Jakob Eder untersucht die regionalen Stellschrauben für die Förderung innovativer Unternehmen.(c) REUTERS (Michael Buholzer)
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Räumliche Nähe und starke Vernetzung gelten als Voraussetzungen für Innovation – auch abseits der Städte?

Neues entsteht dort, wo sich die Kräfte ballen: Je mehr hoch spezialisierte Experten, investitionsfreudige Geldgeber und wagemutige Unternehmer auf kleinem Raum zusammentreffen und je besser sie vernetzt sind, umso innovativer ist dieser sogenannte Cluster – eine Theorie, die der US-amerikanische Ökonom Michael E. Porter in den 1990er-Jahren entwickelte und die wie kaum eine zweite die Wirtschaftsstandorte weltweit prägt. Viel gepriesenes Paradebeispiel ist das Silicon Valley in den USA, wo sich einige der weltbesten Hochschulen, riesige Mengen an Kapital und eine immer länger werdende Liste führender Hightech- und IT-Unternehmen den Ballungsraum zwischen San Francisco und San José teilen. Auch in Österreich hat sich die Idee längst durchgesetzt: In einer vom Wissenschaftsministerium herausgegebenen Broschüre von 2014 werden Cluster als „zentrales Instrument der Industrie-, Forschungs-, Innovations- und Regionalpolitik“ beschrieben.