Gastkommentar

Es ist vollbracht: Nordmazedonien

Die Einigung zwischen Skopje und Athen im Namensstreit könnte positive Beispielwirkung am Balkan haben.

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Seit gestern ist das Wort „Jugoslawien“ als Staatsnamen Geschichte. Auch wenn das Land selbst seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr besteht, gab es noch die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien. Die Republik Mazedonien konnte nur unter diesem Namen 1995 der UNO beitreten. 28 Jahre stritt Griechenland dem Land den Namen ab, sodass es international oft unter diesem sperrigen Namen auftreten musste.

Am Freitag hat das Parlament in Athen die letzte Hürde genommen, damit das Land nun Republik Nordmazedonien heißen kann. Eine knappe Mehrheit von 153 der 300 Abgeordneten stimmte für das Abkommen. Im Vorfeld haben sich mehrere Parteien gespalten. Die rechtspopulistische Partei Anel verließ die Regierung wegen des Abkommens mit Mazedonien, doch einige Minister und Abgeordnete blieben Premier Alexis Tsipras treu.
Auch die liberale Oppositionspartei To Potami zerfiel über die Namensfrage.