Biennale Venedig, Gerstl, Dürer, Thonet, Leonardo: Lassen Sie mich Ihre Führerin durch dieses Kunstjahr sein. Es hat jedenfalls schon einmal furios im Belvedere begonnen. Und endet gar – in Paris?
Der Auftakt ist schon einmal schwer zu toppen: Im Unteren Belvedere wird einem seit Donnerstag eine Seite der Wien-um-1900-Saga erzählt, die man bisher nur erahnen konnte: „Stadt der Frauen“ ist eine epochale erste Überblicksausstellung über die vielen Künstlerinnen, die in Klimts Zeit und Umkreis agierten. Sie waren nicht geduldet, sondern hoch aktiv, stellten gleichberechtigt mit den Männern aus, organisierten sich selbst, lebten unglaubliche Leben. (Bis 2. Juni).
Sie sehen schon, das kann nur ein subjektiver Ausblick werden, hier also zu Beginn gleich einmal fünf absehbare Highlights: Mark Rothko im Kunsthistorischen Museum, die erste Einzelausstellung dieses großen amerikanischen Abstrakten in Österreich, Taschentücher einpacken – wenn man vor (moderner) Malerei weint, dann tun die meisten es vor der vibrierenden Leere eines Rothko (12. März bis 30. Juni).