Wiener Börse am Abend: Das Ende der Gewinnstrecke

Nach drei Gewinntagen notiert der ATX heute tiefer als gestern. Die Griechenland-Krise belastet die Börsen weiterhin. Die Erste Group zeigte sich schwach, OMV und Raiffeisen International drehen im Späthandel ins Plus.

Nach drei Gewinntagen in Folge verbuchte der ATX erstmals wieder Rückgänge. Die Schuldenkrise in Griechenland sorgte für eine international verhaltene Stimmung und belastete auch in Wien. Die wie erwartet ausgefallen Zinsentscheidungen der Bank of England und der EZB lieferten keine Impulse, hieß es aus dem Handel.

Nach den deutlich gestiegenen Risikoprämien für die griechischen Staatsanleihen standen europaweit die Finanztitel unter Verkaufsdruck. Erste Group verbuchten einen Kursabschlag von 2,58 Prozent auf 32,05 Euro. Raiffeisen International drehten im Späthandel ohne bekannte fundamentale Nachrichten hoch und verteuerten sich um 2,04 Prozent auf 36,99 Euro.

Zum heimischen Markt gab es nur wenig Nachrichten. Über weite Strecken des Handelstages standen auch OMV unter Abgabeinteressen. Zu Handelsschluss befestigten sich die Titel jedoch um 0,50 Prozent auf 30,25 Euro. Die UniCredit nahm ihr Anlagevotum für das heimische Öl- und Gasunternehmen von "Buy" auf "Neutral" zurück.

Gesucht präsentierten sich erneut UNIQA mit plus 4,76 Prozent auf 11,88 Euro. Bereits am Vortag markierte die Versicherungsaktie mit einem Kursplus von mehr als vier Prozent die Spitze des Kurszettels. Fundamentale Nachrichten liegen nicht vor, hieß es aus dem Handel.

In schwacher Verfassung präsentierten sich einige Immobilienwerte. conwert fielen um 2,04 Prozent auf 9,13 Euro. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Titel des Immobilienentwicklers von 9,80 Euro auf 10,10 Euro etwas erhöht und die Empfehlung mit "Neutral" bestätigt. Immofinanz bauten ein Minus von 1,74 Prozent auf 2,82 Euro. Immoeast gingen um 1,38 Prozent auf 4,30 Euro zurück.

Mayr Melnhof befestigten sich um 2,03 Prozent auf 70,30 Euro. Der Kartonhersteller schließt seine Schweizer Kartonfabrik in Deisswil. Grund für diesen Schritt ist eine "deutliche Verschlechterung der industriellen Rahmenbedingungen in der Schweiz", teilte das Unternehmen mit.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 13,59 Punkte oder 0,50 Prozent auf 2.721,14 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund elf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.710 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,23 Prozent, DAX/Frankfurt -0,81 Prozent, FTSE/London -0,92 Prozent und CAC-40/Paris -1,17 Prozent.

(APA)

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