Pädophiler Kinderarzt zu fast 13 Jahren Haft verurteilt

Michaela Bruckberger

Ein bayrischer Arzt hatte rund 20 Buben missbraucht, nachdem er sie auf der Straße angesprochen und in Gebäude gelockt hatte.

Wegen des Missbrauchs von rund 20 Buben ist ein Kinderarzt in Bayern zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Augsburger Landgericht ordnete außerdem an, dass der 44 Jahre alte Mediziner anschließend in Sicherungsverwahrung muss. Zudem bekam der Mann lebenslanges Berufsverbot als Arzt.

Der Kinderarzt hatte alle Vorwürfe zugegeben. Er hatte immer wieder in Augsburg und München Kinder auf der Straße oder dem Spielplatz angesprochen, ihnen Spielzeug versprochen und sie dann in nahen Gebäuden missbraucht. Die schwerwiegendste Tat beging er im August 2014 in Niedersachsen. Dort entführte der Arzt einen Fünfjährigen in seine Wohnung in Hannover, wo er damals an der Medizinischen Hochschule arbeitete. Er narkotisierte das Kind, verging sich an dem Buben und setzte das benommene Opfer dann wieder aus.

Das Augsburger Gericht hatte den Mann schon einmal zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis und Sicherungsverwahrung sowie zu einem Berufsverbot verurteilt. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof allerdings aufgehoben. In den neuen Verfahren musste die Schuldfähigkeit des Mannes noch einmal geprüft werden.