Mascara im Öko-Test

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20 Wimperntuschen für voluminöse Wimpern wurden auf Schadstoffe getestet. Die billigste fiel durch. Zwölf wurden mit "sehr gut" und "gut" bewertet.

Wimperntusche ist in nahezu jeder Kosmetiktasche von Frauen zu finden. Selbst bei jenen, die es dezent angehen. Kein anderes Produkt verleiht einem müden Gesicht mit nur wenigen Bürstenstriche so viel Ausdruck. Doch Mascara ist nicht gleich Mascara. Öko-Test hat 20 Wimperntuschen auf Schadstoffe getestet.

Getestet wurden Mascaras, die voluminöse Wimpern versprechen, sieben davon waren naturzertifiziert. Das Ergebnis: Acht der Produkte wurden mit "sehr gut" bewertet, vier mit "gut". Fünf als "befriedigened" und jeweils eine als "ausreichend", "mangelhaft" und "ungenügend".

Durch den Test fiel die "PS… Volumising Mascara Instant Volume" vom Billighändler Primark um 1,67 Euro. Der Grund: Sie enthält nicht deklariertes, krebserregendes Formaldehyd.

Silikone und Konservierungsstoffe

Punktabzug gab es auch für Mascaras, die Silikone enthalten, die die Umwelt belasten. In sechs Produkten waren PEG(-Derivate) zu finden, die die Haut durchlässig für Fremdstoffe machen können. Zwei Wimperntuschen ("Max Factor X 2000 Calorie, Dramatic Volume" und "Artdeco Volume Sensation Mascara") enthalten Propylparabene, ein Konservierungsstoff, der wie ein Hormon wirken soll.

Der Preis ist übrigens nicht ausschlaggebend für die Qualität, wie sich zeigt. Unter den Wimperntuschen, die mit "sehr gut" bewertet wurden, findet sich etwa "Dr. Hauschka Volume Mascara" (23,75 Euro), aber auch die Eigenmarke "Alterra Black Intense Volume Mascara" von Rossman (3,29 Euro).

Die Öko-Bilanz von Mascaras hat sich verbessert. Zuletzt wurden Wimperntuschen 2016 von Öko-Test unter die Lupe genommen. Drei Produkte enthielten damals noch krebserregende und krebsverdächtige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Das war diesmal kein Thema mehr.