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Europa

Europas Angst vor Chinas Geld

(c) REUTERS/Jason Lee/File Photo
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Deutschland heizt Europas Abwehrkampf gegen chinesische Investoren mit der „Nationalen Industriestrategie“ an. Dabei sind Chinas Zukäufe am Kontinent kollabiert. Was rechtfertigt die Panik?

Wien. Die Bilanz ist beeindruckend: In den vergangenen zehn Jahren hat sich China in mehr als tausend Unternehmen in Europa eingekauft. Darunter so klingende Namen wie der italienische Reifenhersteller Pirelli oder der schwedische Autobauer Volvo. Auch vier Flughäfen, sechs Häfen und 13 professionelle Fußballklubs aus Europa stehen auf Pekings Habenseite.

Das schreckt nicht nur Fußballfans und Industrieverbände, sondern auch die Politik auf: Am Dienstag legte Deutschlands Wirtschaftsminister Peter Altmaier seine „Nationale Industriestrategie 2030“ vor. Sie kann als Anleitung zur Abwehrschlacht gegen die Volksrepublik gelesen werden. Um ausländische Übernahmen zu verhindern, müsse im Notfall eben der Staat bei den eigenen Industriebetrieben einsteigen, forderte der CDU-Politiker. Die Panik vor dem Ausverkauf Europas an Peking ist nicht mehr zu übersehen. Aber ist sie auch berechtigt?