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Eine der größten Spenden jemals: 200 Mio. Dollar an MoMA-Museum

David Rockefellers Mutter Abby zählte zu den Mitbegründern des Museum of Modern Art.
David Rockefellers Mutter Abby zählte zu den Mitbegründern des Museum of Modern Art.APA/AFP/GETTY IMAGES/SPENCER PLA

Das New Yorker Museum of Modern Art kann sich freuen. Die Rockefellers, dem Museum eng verbunden, lassen 200 Millionen fließen. Es ist ein guter Zeitpunkt dafür.

Geldsegen für das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA): Die Industriellen-Familie Rockefeller lässt dem weltbekannten Kunstmuseum eine Spende von 200 Millionen Dollar (175 Millionen Euro) zukommen, wie am Dienstag (Ortszeit) mitgeteilt wurde. Es handelt sich um eine der größten Spenden, die jemals an ein Museum gezahlt wurde.

Die Rockefellers haben eine lange Geschichte als großzügige Mäzene der New Yorker Kunst-Institution: Im Jahr 2005 ließ der inzwischen verstorbene Familienpatriarch David Rockefeller dem Museum schon einmal 100 Millionen Dollar zukommen. Zudem spendete er unschätzbar wertvolle Gemälde von Picasso, Gauguin, Matisse und Cézanne.

David Rockefellers Mutter Abby zählte zu den Mitbegründern des Museum of Modern Art. Sie steckte viel Zeit und Energie in das Projekt - allerdings wenig Geld, weil ihr Mann John D. Rockefeller mit moderner Kunst nicht viel anfangen konnte. Unter ihrem Sohn David änderte sich dies.

 

Mrs Rockfeller und ihre Tochter Abby 1925.
Mrs Rockfeller und ihre Tochter Abby 1925.(c) imago/United Archives Internatio (Central News)

Es ist kein schlechter Zeitpunkt für eine Spende: Dem MoMA steht ein Umbau ins Haus, es wird von Mitte Juni bis Mitte Oktober geschlossen sein. Um Zuge der Renovierung, Umgestaltung und Erweiterung soll das Museum um gut 3.700 Quadratmeter Ausstellungsfläche vergrößert werden. Ziel der 400 Millionen Dollar teuren Arbeiten ist auch ein neuer Ansatz dafür, wie moderne und zeitgenössische Kunst dem Publikum präsentiert wird. So ist das MoMA zwar besonders bekannt für Gemälde von Vincent van Gogh, Salvador Dali und Andy Warhol, befasst sich zunehmend aber auch mit Design, Fotografie, Film und Performance-Kunst. Nach dem neuen Konzept soll zudem verstärkt Kunst von Frauen, Latinos, Asiaten und Afroamerikanern gezeigt werden.

"Der tatsächliche Wert dieser Erweiterung ist nicht nur mehr Fläche, sondern Fläche, mit der wir die Erfahrung von Kunst im Museum neu denken können", sagte Direktor Glenn Lowry der Mitteilung zufolge. Einen chronologischen Zusammenhang soll es über mehrere der insgesamt fünf Stockwerke weiterhin geben, zugleich aber etwa auch spezielle Bereiche zu einzelnen künstlerischen Medien. Im Herzen des Museums soll ein Raum für Live-Programm und experimentelle Kunst entstehen.

(Ag./Red.)