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Im Keller: Cuvée Ried Eisenbach 2016

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Ist ein ziemlich guter „kleiner ­Bruder", die „Cuvée Ried Eisenbach".

Normalerweise inszenieren sich Winzer als ein Hybrid aus Künstler und Umweltschützer. Technik, Wissenschaft und all der andere schnöde Tand passen nicht ins verklärte Bild. Deshalb ist Lukas Markowitsch ein ziemlich untypischer Winzer. Der Göttlesbrunner redet gern über Bodenstruktur, Mikroklima, Bepflanzungsdichte und solch Zeug. Er klingt mehr wie ein Wissenschaftler. Vielleicht liegt es ­daran, dass er mit seinem Bruder Johann einen solchen an der Seite hat. Beide führen den Familienbetrieb seit knapp zwei Jahrzehnten. Ihr Paradewein ist die „Cuvée Lukas". Eine Selektion aus den besten Zweigelt- und Merlot-Fässern. Auch die „Cuvée Ried Eisenbach" besteht je zur Hälfte aus Zweigelt und Merlot – kommt allerdings aus der kargen Lage Eisenbach. Schotterboden, rote Erde, Westhang. „Der kleine Bruder der ,Cuvée Lukas‘", sagt Markowitsch. Und ich nehme stark an, in einem von Brüdern geführten Weingut ist das als Kompliment gemeint. Ist nämlich ein ziemlich guter „kleiner ­Bruder", die „Cuvée Ried Eisenbach".

Lukas Markowitsch, „Cuvée Ried Eisenbach 2016", 14,99 Euro bei Merkur.