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Anti-Terrorkampf: Viele zivile Opfer bei schwerem Luftangriff in Pakistan

Islamabad (DPA). Bei schweren Luftangriffen und Gefechten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind am Wochenende mindestens 130 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen sich neben Aufständischen auch viele Zivilisten befinden. Allein bei einem Luftangriff der Regierungstruppen im Khyber-Distrikt wurden mehr als 70 Personen getötet.

Ein Regierungsbeamter, der anonym bleiben wollte, sagte am Sonntag, die meisten Opfer seien Zivilisten gewesen. Flugzeuge hätten sechs Häuser bombardiert. Als die Einwohner damit begannen, Tote und Verletzte zu bergen, hätten die Jets erneut angegriffen. Die Zeitung „Dawn“ berichtet, dass unter den Verletzten, die in Krankenhäuser der Provinzstadt Peshawar gebracht wurden, viele Frauen und Kinder seien. Der Angriff war eine Reaktion auf einen Extremisten-Anschlag auf einen Stützpunkt der pakistanischen Sicherheitskräfte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.04.2010)