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Hütters Frankfurter vor "richtungsweisender" Partie

Trainer Adi Huetter Eintracht Frankfurt 02 02 2019 Eintracht Frankfurt vs Borussia Dortmund C
imago/Schüler

Hütter erwartet "Stressfußball" - Rangnick weiß: "Wären Big Points" - BVB gegen Hoffenheim, Bayern gegen Schalke gefordert

Während sich Borussia Dortmund und Bayern München den nächsten Schlagabtausch im deutschen Fußball-Titelrennen liefern, steht Eintracht Frankfurt vor einer Schnittpartie. Bei einer Niederlage gegen RB Leipzig würde sich der Abstand der Elf von Trainer Adi Hütter auf die Champions-League-Plätze auf acht Punkte vergrößern. Sogar aus den Europa-League-Rängen könnte der Pokalsieger herausfallen.

"Es sind noch genügend Runden zu spielen. Aber das ist schon ein richtungsweisendes Spiel, bei einer Niederlage würde es schwer", bewertete Hütter die Königsklassen-Chancen. Der Vorarlberger dürfte wie schon zuletzt auf Neueinkauf Martin Hinteregger in der Innenverteidigung bauen. Auf beide Österreicher wartet als ehemalige Angestellte von Red Bull ein Gegner mit bekannter Spielphilosophie: "Sie spielen Powerfußball, echten Stressfußball, dem müssen wir gerecht werden und Antworten finden."

Es ist ein Auswärtsmatch gegen alte Bekannte, wie Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Stefan Ilsanker - oder Ralf Rangnick. Der Leipzig-Zampano hoffte im Vorfeld noch auf die Rückkehr von Stürmerstar Timo Werner, der zuletzt wegen einer Grippe gefehlt hatte. Die Stamm-Innenverteidigung Dayot Upamecano/Ibrahima Konate fällt wie auch Antreiber Kevin Kampl (gebrochener Zeh) aus. Rangnick weiß: "Dass es Big Points wären, ist in die eine wie in die andere Richtung der Fall."

Dortmund kann am Samstagnachmittag zuhause gegen Hoffenheim gegenüber Bayern München vorlegen. Der BVB spielt früher und würde mit einem Sieg - zumindest zeitweise - zehn Punkte vor dem Rekordmeister liegen. Mögliche Dortmunder Beeinträchtigungen infolge des Pokal-Aus gegen Bremen waren im Vorfeld selbst von Fachmännern schwer zu eruieren.

"Kann sein, dass sie jetzt sauer sind und noch engagierter spielen. Kann sein, dass sie verunsichert sind", meinte Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann. Nachsatz: "Man weiß es nicht, es ist ein Blick ins Ungewisse." Sicher war sich der Coach nur angesichts der eigenen Anforderungen: "Da müssen bei uns alle eine sehr, sehr gute Tagesform haben."

Dies gilt wohl unabhängig davon, ob alle BVB-Spieler fit sind. Denn die Dortmunder bangen wieder einmal um ihren Kapitän Marco Reus (Oberschenkelprobleme). Ein Sieg ist für den Spitzenreiter trotzdem Pflicht, bei einer Niederlage könnte der Vorsprung auf die punktgleichen Verfolger Borussia Gladbach und Bayern München auf vier Zähler schmelzen.

Die beiden Kontrahenten im Titelrennen stehen am Samstag vor vermeintlich lösbaren Aufgaben: Die heimstarken Gladbacher empfangen Hertha BSC mit Valentino Lazaro. Der Rekordmeister tritt - mit David Alaba, aber erneut ohne Tormann Manuel Neuer - zu Hause gegen den Tabellenzwölften Schalke an. Trainer Niko Kovac plante trotz der Verlängerung im Cup gegen Hertha zuletzt keine größeren personellen Veränderungen in der Startformation. "Die 120 Minuten tun uns nicht weh, davon bin ich überzeugt."

Auf der Gegenseite versuchte Trainer Domenico Tedesco seinem Team das schwierige Gastspiel schmackhaft zu machen: "Du musst 100 Prozent konzentriert sein und alles reinwerfen. Wir haben unheimlich Bock auf das Spiel." ÖFB-Stürmer Guido Burgstaller könnte nach langwieriger Achillessehnenreizung erstmals seit Mitte Dezember wieder im Matchkader stehen.