Erhaltungszucht: Fidschi-Leguan, männlich, sucht...

Geeignete Sexualpartner für die raren Kreaturen aufzutreiben ist alles andere als einfach.
Geeignete Sexualpartner für die raren Kreaturen aufzutreiben ist alles andere als einfach.(c) Harald Seitz
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Zootiere sind oft seltene Arten, die in der freien Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. Um sie in Gefangenschaft zu vermehren, ohne den Tieren durch Inzucht zu schaden, braucht es viel Expertise und Organisation.

Während am 14. Februar die Blumen- und Pralinenindustrie wieder satte Gewinne einstreicht, Verliebte einander mit Aufmerksamkeiten bedenken und (laut einer nicht ganz plausiblen Legende zum Valentinstag) die Vögel mit der Paarung beginnen, fällt anderen die Partnersuche nicht so leicht: den Tieren in Zoos und Aquarien. Besonders bei bedrohten Arten kann die Zucht zum Problem werden, denn meist stammen die in Gefangenschaft lebenden Exemplare von nur wenigen Wildfängen ab. Ob Panzernashorn, Schneeleopard oder Felsenpinguin – damit sich die seltenen Tiere nicht mit nahen Verwandten paaren und ihre Nachkommen an dem dünnen Genpool zugrunde gehen, muss ihre Fortpflanzung streng geplant, genau beobachtet und sauber dokumentiert werden.

Geeignete Sexualpartner für die raren Kreaturen aufzutreiben ist alles andere als einfach, nicht nur ihrer Seltenheit wegen. „Oft sind sie auch über Tiergärten und – zumindest die kleineren Spezies – Privatsammlungen auf der ganzen Welt verstreut“, sagt Anton Weissenbacher, zoologischer Abteilungsleiter des Tiergartens Schönbrunn in Wien. Der Biologe spricht aus Erfahrung: In seine Verantwortung fällt das Management der gesamten Population an Fidschi-Leguanen in europäischen Zoos.


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