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Sudan-Wahlen: Klagen über Unregelmäßigkeiten

Sudan-Wahlen: Klagen über Unregelmäßigkeiten
Sudan-Wahlen: Klagen über Unregelmäßigkeiten(c) EPA (Mike Nelson)
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Bei den Wahlen im Sudan treten zahlreiche Pannen auf. So gibt es etwa zu wenig Wahlurnen oder die Wahllokale sperren zu spät auf. Die Wahlkommission spricht von "technischen Problemen".

Die ersten Parlaments- und Präsidentenwahlen im Sudan seit 24 Jahren sind von Beschwerden über Unregelmäßigkeiten begleitet. Dennoch sind die Wahlen fortgesetzt worden. Die im teilautonomen Süden regierende Sudanesische Volksbefreiungsbewegung (SPLM) sprach sich für eine Verlängerung der dreitägigen Wahlen auf insgesamt eine Woche aus, um die Verzögerungen beim Wahlprozess in den Griff zu bekommen und allen Wählern eine Chance zu geben, ihre Stimme abzugeben.

Zu wenig Wahlurnen

In vielen Wahllokalen hatten die Wahlen am Sonntag zum Teil mit mehrstündiger Verspätung begonnen. Ein Sprecher der staatlichen Wahlkommission gab "technische Probleme" zu. An anderen Orten reichten die Wahlurnen nicht aus oder wurden verspätet angeliefert, berichtete die "Sudan Tribune" am Montag in ihrer Online-Ausgabe über Klagen der Opposition.

Manche Wähler seien erst in den Wahllokalen registriert worden, während Vertretern der Oppositionsparteien die Überwachung der Wahlen erschwert worden sei. Mehrfach sei beobachtet worden, dass Wahlleiter die Menschen aufforderten, der regierenden Nationalen Kongresspartei (NCP) des sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir ihre Stimme zu geben.

(APA/dpa)