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Klassik-Kritik

Staatsoper: "Lucia di Lammermoor", rundumerneuert

Olga Peretyatko als 'Lucia'
Olga Peretyatko als 'Lucia'WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN
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Kritik Laurent Pelly hat Donizettis Musikdrama neu inszeniert. Anlässlich der Premiere in Luxus-Besetzung glänzten auch Chor und Orchester unter der Leitung des idealen Belcanto-Maestros: Evelino Pidò.

Am Samstag sang Edita Gruberova die Lucia di Lammermoor – in Budapest. Das Zusammentreffen mit der Premiere der Neuinszenierung von Donizettis „Dramma tragico“ an der Wiener Staatsoper darf als Treppenwitz der Interpretationsgeschichte gewertet werden. Denn die Wiener Premiere dieser Oper von 1978 stand am Beginn des Siegeszuges der Pressburger Primadonna. Sie verabschiedet sich nun von ihrem Publikum in der nämlichen Partie – ein wenig weiter östlich.

Die Zeit bleibt nicht stehen. Die Wiener Lucia heißt nun Olga Peretyatko. Sie repräsentiert nicht nur die neue Generation einer internationalen Sänger-Elite (Lucia war sie zuletzt 2018 an der Met), sondern einen völlig anderen Zugang zu ihrer heiklen Aufgabe. Der hat wiederum weniger mit der Generationenfrage zu tun als mit den vokalen Möglichkeiten, die sozusagen auf natürliche Weise die Perspektive einer Interpretation bestimmen.

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